Bericht: Tag der offenen Türe

16. Januar 2022

Liebfrauenschule Mülhausen erlebbar machen

„Der Park gefällt mir.“ Aileen ist ein aufgeschlossenes Kind. Die Neunjährige besucht die Oedter Grundschule, wohnt in Mülhausen im Neubaugebiet „Klostergarten“ und ist mit ihrer Mama Julie Cornillie heute zu Gast beim Tag der offenen Tür in der Liebfrauenschule Mülhausen. Im Sommer geht es zur weiterführenden Schule. Da kommt der Familie mit Wurzeln in USA gelegen, dass das Gymnasium eine Hybridlösung anbietet: Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, wird von einem „Kamerakind“ virtuell per Smartphone eine gute Stunde lang durchs weitläufige Schulgelände geführt. Wer - wie Aileen - seine künftige Schule lieber live erleben will, wird mit den entsprechenden Vorsichtmaßnahmen herzlich empfangen.

Neben Lehrerin Ricarda Naglatzki führen die beiden Liebfrauen-Schüler Nikolaus Savvidis (15) und Freja Besler (11) Aileen, ihre Mutter und fünf weitere Paare - ein Elternteil, ein künftiger Fünftklässler - durch die Schule. Nach diesem Prinzip laufen auch die digitalen Führungen, zu denen die Familien mit einem Link eingeladen worden sind. „Es ist authentisch, wenn auch Schüler ihre Schule erklären, nicht nur die Erwachsenen“, sagt die stellvertretende Schulleiterin
Dr. Sara Falk. Der Zuspruch sowohl „live“ als auch virtuell zeigt dem Leitungsteam um Schulleiter Christoph Aretz, dass die Entscheidung „hybrid“ richtig war in dieser Pandemielage. Natürlich muss jeder, der ins PZ will, seinen Impfnachweis und Personalausweis am Eingang vorzeigen.

Die Schüler machen ihre Sache prima bei den Führungen. Freja ist anfangs noch aufgeregt, aber mit zunehmder Dauer taut die Sechstklässlerin aus Wankum auf und gibt den Eltern Antworten auf deren Fragen. Zusammen mit dem Zehntklässler Nikolaus aus Vinkrath und der Deutschlehrerin Ricarda Naglatzki bilden sie ein kundiges Team und machen die Schule in all ihren Facetten erlebbar.

Das Trio öffnet nicht nur die Türen in die Klassenräume, sondern auch in Sportstätten, Bibliothek, Mensa, Schulzoo, Labore, Medienräume und Konzertsäle. Den Song „Smoke on the water“ hört die Gruppe um Aileen bereits von draußen am Mariensaal, wo Liebfrauenschüler für den nächsten Auftritt proben. Allerdings nicht in der rockigen Deep-Purple-Version, sondern mit Saxophon, Klarinette, Klavier und Trompete. So erfährt die Gruppe, dass es an der Liebfrauenschule Mülhausen Profile wie Musik & Kultur, NatWi, Bili und Sport & Gesundheit gibt.

Bei letzterem ist Aileen, die vier mal in der Woche zum Reitunterricht geht, beeindruckt von der riesigen Sporthalle. Am Mittelkreis erläutern die Lehrer Simon Dörsing und Henry Belting das Sportprofil mit den vielfältigen Möglichkeiten bis hin zum Sport-Abi. „Auch der digitale Sportunterricht spielt eine Rolle, es gibt in allen Hallen WLAN und ein Smartboard“, berichtet Henry Belting.

Eine Station weiter schildern drei jugendliche Schüler-Medienscouts der Besuchergruppe, dass alle Liebfrauenschüler ab Klasse 5 nicht nur ein Tablet in die Hand gedrückt bekommen, sondern dass auch der Umgang mit den Geräten und die Software-Einrichtung mit Account, Passwort etc. begleitet werden. „Ja, WhatsApp-Klassengruppen gibt es auch. Aber wir kommunizieren in aller Regel über Microsoft Teams“, beantwortet Lehrerin Britta Gasthaus eine Elternfrage zu Sinn oder Unsinn von Messenger-Diensten.

Dass nicht nur der Kopf, sondern auch der Bauch in einer Bildungseinrichtung versorgt werden will, erfahren die Eltern und ihr Nachwuchs in der Mensa, wo Schulpflegschafts-Vorsitzender Thorsten Peil praktische Dinge wie Busanreise, Essensverpflegung und Einsatz von Ehrenamt erläutert. Täglich drei verschiedene Menüs sowie ein Salatbuffet sorgen im Ganztags-Gymnasium für gesunde Ernährung von täglich rund 1000 Schülerinnen und Schülern.

Erstmals hat die Liebfrauenschule Mülhausen aufgrund vieler Nachfragen eine Info-Station zum Thema „digitale Schulbuchlizenzen“ eingerichtet. Wie es funktioniert, das Schulbuch auf den Laptop zu ziehen und damit den Tornister merklich zu entlasten, erläutern die Pädagoginnen Lara-Felicitas Skronski und Angela Vieruß. Da die Lizensierung über Verlage wie Klett, Westermann oder Cornelsen neuerdings bereits ab Klasse 5 greift, gibt es heute beim Tag der offenen Tür viele Fragen zu den Details.

Gegenüber im PZ am Tisch „Digitalisierung“ freut sich Lehrer Jens Michels, dass die durchgreifende Digitalisierung in Mülhausen nicht erst seit Corona Früchte trägt und für viele Familien ein Grund ist, der Liebfrauenschule das Vertrauen zu schenken: „Ich bekomme auch von den Schülern gespiegelt, dass der kontinuierliche Einsatz der digitalen Tools im Unterricht für sie ein wichtiges Kriterium in der schulischen Ausbildung ist.“

    



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