Dr. Henning Scherf begeistert Besucher in der Weinbrunnenhalle in Kröv mit seinem Vortrag „Lebens- und Wohnkonzepte im Alter“

10. November 2015

Kröv. Starke Kommunen – Starkes Land (SKSL)

Im Rahmen der Demografiewoche  Rheinland-Pfalz bot der SKSL-Modellraum Mittelmosel am Abend des 04. Novembers eine Veranstaltung zum Thema „Alternative Wohnformen“ an.

„Wir sind stolz darauf, dass wir den prominenten Referenten Dr. Henning Scherf, ehemals Bürgermeister der Stadt Bremen, für einen Vortrag gewinnen konnten“, eröffnete Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, die Veranstaltung.

Scherf, der selbst eine Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft gegründet hat, in der er mit seiner Frau seit 28 Jahren lebt, hielt seinen Fachvortrag „Lebens- und Wohnkonzepte im Alter“ wie gewohnt sehr lebensnah und unterhaltsam. Er berichtete von vielen kleinen Anekdoten aus dem Alltag der Bewohner und von Herausforderungen, die gemeinsam gemeistert werden. Ob Mediation bei Streitigkeiten zwischen den Bewohnern oder die Bewältigung von Sterbefällen innerhalb der Wohngemeinschaft, „das hat uns nur noch dichter zusammen wachsen lassen. Wir sind eine große Familie“, betonte Henning Scherf.

Das Publikum zeigte sich gleichermaßen begeistert und berührt von der Erfolgsgeschichte, die Henning Scherf gerne in die Welt trägt, um Mut zu machen und für die Potenziale des Miteinanders zwischen Jung und Alt zu werben, die oft nicht genutzt würden, weil die ältere Generation als Last für die Gesellschaft gesehen werde bzw. ältere Menschen sich z.T. selbst zu früh aufgäben, so Scherf. Er schlafe auch gerne einmal für einige Nächte und Wochen in anderen Wohnprojekten, um zu sehen, wie der Alltag und vor allem kritische Stunden zwischen 0:00 und 5:00 Uhr nachts dort bewältigt werden.

„Wir wurden heute Abend auf sehr unterhaltsame Weise inspiriert wie motiviert. Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind“, bedankte sich Karl Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) bei den 180 Veranstaltungsbesuchern und lud weiterhin zum Netzwerken und Ideen austauschen beim gemeinsamen Imbiss ein.

Die beiden Verbandsgemeinden Traben-Trarbach und Zell (Mosel) sowie das Mittelmoselklinikum als dritter Projektpartner haben sich selbst auch dazu entschieden, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, in deren Rahmen Immobilien und Flächen in vier Ortsgemeinden innerhalb des Modellraums Mittelmosel auf ihre Eignung für alternative Wohnformen untersucht werden.

Dies ist eines von mehreren Projekten, die rund um das Hauptthema „Gesundheit und Pflege“ in der Zukunftsinitiative „Starke Kommunen – Starkes Land“ des Innenministeriums Rheinland-Pfalz in die Umsetzung gebracht wurden. Staatssekretär Randolf Stich fand in seiner Begrüßungsrede lobende Worte für die Ambitionen und die Arbeit der beiden Verbandsgemeinden.

Weitere Leuchtturmprojekte sind die Ehrenamtsbörse Zell – Traben-Trarbach (EB ZETT) sowie das Lokale Gesundheitszentrum, für das aktuell ein Konzept erstellt wird.

 

Pressekontakt:

Michaela Janné

entra Regionalentwicklung GmbH

 



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